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Leiter:
Prof. Dr. M. Engelhardt
Mitarbeiter:
Dagmar Wider
Dr. Johannes Waldschmidt
Stefan Müller
Heike Reinhardt
Sandra Maria Dold
Dr. Milena Pantic
Dr. Gabriele Ihorst
Dr. Alexander Zober
Dr. Alexander Keller
Gründung:
01.05.1997
Kooperationen:
Prof. Dr. Ralph Wäsch
PD Dr. Rainer Claus
Dr. Lena Illert
Prof. Dr. Martin Jung
PD Dr. Martin Hug
Prof. Dr. Martin Schumacher
Dr. Julia Schüler

Meine Arbeitsgruppe befasst sich mit der Rolle des Knochenmark-Mikromilieus für die Proliferation und Behandlung des Multiplen Myeloms. Neue Erkenntnisse über seine Bedeutung für die Induktion von Therapieresistenzen und MRD (minimal residual disease) beim Multiplen Myelom, haben das Knochenmark in den letzten Jahren in den Fokus der Myelomforschung rücken lassen. Ein wichtiger Baustein ist dabei die in-vitro-Modellierung von Ko-Kultur-System, die die sogenannte Knochenmarknische bestmöglichst simulieren.  Unsere Arbeitsgruppe untersucht die Relevanz von Adhäsionsmolekülen, Syk-Tyrosin-Kinasen, stromalen Zytokinen und Wachstumsfaktoren für die Proliferation und Therapieresistenz von monoklonalen Plasmazellen. Wir überprüfen, ob durch Kombination mit sogenannten Stroma-Inhibitoren, wie dem CXCR4 Inhibitor AMD3100 (Plerixafor) und dem CXCL12-Antagonisten NOX-A12, eine erhöhte Wirksamkeit von anti-Myelom Substanzen (z.B. Bortezomib, Carfilzomib, Pomalidomid, Vorinostat) erreicht werden kann, und charakterisieren die exakten Mechanismen der CXCR4/CXCL12-vermittelten Adhäsion von malignen Plasmazellen an Komponenten des Knochenmark-Stromas. Neben diesen in vitro Untersuchungen gilt unser Interesse der Etablierung von 2D- und 3D- Ko-Kultursystemen, sowie von in vivo Mausmodellen (NOD/SCID IL-2-Rezeptor gamma chain -/- (NSG) Mausmodell).

Klinisch interessierten Studenten bieten wir die Möglichkeit, im Rahmen einer statistischen Promotionsarbeit an der Entwicklung eines Prognose-Scores für Patienten mit Multiplem Myelom mitzuwirken. Bei der Therapieentscheidung von älteren oder fragilen Patienten werden bis dato vorwiegend das Alter und die generelle Beurteilung des Allgemeinzustandes des Patienten und weniger Art oder Ausprägung von Komorbiditäten, Organ- oder Funktionseinschränkungen, hinzugezogen. Der in Freiburg entwickelt Myeloma Comorbidity Index (MCI) hilft dabei, eine valide Aussage zur Prognose von Patienten mit Multiplem Myelom zu treffen. Aktuell zu vergebende Promotionsarbeiten zielen darauf ab, den Score auch prospektiv zu nutzen, um die Therapieintensität patientenindividuell entsprechend der bestehenden Komorbiditäten zu steuern.

Publikationen